DEUTSCHAMERIKANER IM ERSTEN WELTKRIEG


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Der Erste Weltkrieg veränderte  das amerikanische Bild über deutschstämmige Einwohner auf eine radikale Art und Weise. Deutschamerikaner aber auch Personen, welche fälschlicherweise für solche gehalten wurden, waren plötzlich massiven Anfeindungen ausgesetzt. Diese zeigten sich in  Beschimpfungen, Denunziationen bis hin zum Lynchmord. Es kam erstmals zu Bücherverbrennungen, in welchen deutschsprachige Bibliotheksbestände vernichtet wurden. Angeheizt wurden solche Ausschreitungen durch die Politik von 26 der damals 48 Bundesstaaten, welche antideutsche Gesetze verabschiedeten, in welchen unter anderem der Gebrauch der deutschen Sprache verboten wurde. Dies hatte auch Auswirkungen auf die bis dahin zahlreichen deutschen Zeitungsverleger, welche vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges in hohen Auflagen publizierten. 

 

Auswirkungen hatte auch ein bereits 1798 verabschiedetes Gesetz, welches es dem Präsidenten der USA erlaubt, jede Person zu verhaften und zu internieren, welcher Staatsbürger eines Landes ist, das mit den Vereinigten Staaten im Krieg ist. Der sogenannte Alien Enemies Act richtete sich vor allem an Deutschamerikaner, welche nicht im Besitz der amerikanischen Staatsbürgerschaft waren. Ein Fall ist der Dirigent Karl Muck, der bis zum Kriegsende in einem Internierungslager in Georgia festgehalten wurde. Muck verglich später das Lager mit Konzentrationslagern von autoritären Systemen. Solche Internerierungslager bestanden unter anderem mit Fort McPherson im US-Bundesstaat Georgia sowie mit Fort Douglas im US-Bundesstaat Utah.