BINATIONAL >> DEUTSCHAMERIKANISCHE GESCHICHTE >> DEUTSCHE IM MITTLEREN WESTEN


DEUTSCHE IM 

MITTLEREN WESTEN

"America is more than just a country. It´s more than Chicago or Wisconsin.

It´s more than our borders. America is an idea. It´s a very precious idea."

-PAUL RYAN-

Die Deutschen nehmen eine entscheidende Rolle in der Besiedlung des Mittleren Westens ein. Zu den ersten Siedlern des heutigen US-Bundesstaates Ohio zählten Deutsche. Die meisten frühen Siedler des heutigen US-Bundesstaates Milwaukee kamen aus Pommern. Während des 19. Jahrhunderts übertraf der Anteil deutscher Einwanderer alle  anderen Einwanderungsgruppen. Insgesamt kamen über fünf             


Millionen deutsche Einwanderer in die Vereinigten Staaten. Die meisten von ihnen ließen sich aufgrund der optimalen Bedingungen im Mittleren Westen nieder. Einem damals aufstrebenden Gebiet, welches sich westlich der 13 Gründungsstaaten anschloss.  Der hohe Anteil an Deutschen prägte eine gesamte Region, welches heute als German Triangle (Deutsches Dreieck) bekannt ist. Das German Triangle ist ein Gebiet, welches in den US-Bundesstaaten  Missouri, Ohio und Wisconsin liegt. Ein Drehkreuz deutscher Einwanderung wurde dabei die Stadt St. Louis im US-Bundesstaat Missouri.

 

Gepriesen wurde der Mittlere Westen vor allem von Gottfried Duden. Sein Reisebericht sorgte für eine regelrechte Auswanderungswelle in die USA. Ebenso hatten die Gebrüder Paul und Karl Follen sowie Friedrich Münch von der Gießener Gesellschaft einen nicht geringen Einfluss auf die Auswanderung in den Mittleren Westen.

 

Die deutsche Besiedlung der US-Bundesstaaten des Mittleren Westens begann begann bereits in den 1830er Jahren durch Freiheitskämpfer, welche sich beispielsweise auf dem Hambacher Fest (1832) oder dem Frankfurter Wachensturm (1833) engagiert hatten und Zuflucht in den Vereinigten Staaten suchten.

 

Weite und freie Landflächen sorgten unter dem Homestead Act von 1862 nicht nur für amerikanische Staatsbürger für optimale Bedingungen bei der Erschließung des Mittleren Westens, sondern auch für Europäer, welche Interesse daran hatten eine Landfläche von 160 acres (rund 0,65 km²) zu kultivieren und mit einem Haus zu bebauen. Belohnt wurde das Unternehmen mit der Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten. 

 

Ein weiterer Faktor stellte die transkontinentalen Eisenbahn dar, welche ihren Schienenbau mit dem Verkauf von günstigem Land entlang der Schienentrasse finanzierte.