Politisches System

Alle vier Jahre wird in den Vereinigten Staaten der Präsident und der Vize- Präsident gewählt.

 

Zur Wahl aufgestellt werden kann jede nätürliche Person, die mindestens 35 Jahre alt ist und die amerikanische Staatsangehörigkeit von Geburt an besitzt. Darüber hinaus muss sich die zur Wahl aufgestellten Person seit mindestens 14 Jahren im Staatsgebiet bzw. im Hoheitsgebiet der USA aufgehalten haben.

Ein bereits gewählter Präsident darf sich ein weiteres Mal zur Wahl aufstellen lassen. Eine dritte Kandidatur ist nicht vorgesehen, war jedoch einmal während des 2. Weltkrieges, aufgrund des außergewöhnlichen Umstandes möglich, sodass Franklin D. Roosevelt 1940 für eine dritte Amtszeit und 1944 sogar für eine vierte Amtszeit zum Präsidenten gewählt wurde.

 

1.Schritt: die Nominierung zum Wahlkandidat - die Vorwahl

 

Der Präsidentschaftskandidat wird von seiner Partei zur Wahl aufgestellt bzw. nominiert.

Die Regeln der Nominierung variieren von Partei zu Partei. De facto spielen aber nur zwei Parteien eine politische Rolle in den USA: Die Demokraten sowie die Republikaner (auch Grand Old Party "GOP" genannt). Sowohl die Demokraten als auch die GOP halten Versammlungen in den einzelnen Bundesstaaten ab, zu denen Delegierte entsand werden.  Die Delegierten wiederum werden  vom Volk (allen wahlberechtigten Bürgern) gewählt. Dies kann, je nach Bundesstaat und Regelung, durch geheime Wahlen (den sog. "Primaries") oder durch öffentlich transparente Vorwahlen (den sog. "state caucuses") geschehen. Die Präsidentschaftskandidaten versuchen in den Vorwahlen möglichst viele Stimmen der Delegierten ihrer Partei zu bekommen. Der Präsidentschaftskandidat der die meisten Delegierten Stimmen inne hält, wird von seiner Partei für die Hauptwahl nominiert.

 

Der Nominierte darf in der Regel seinen gewünschten Vize Präsidenten aufstellen und kommt dann mit diesem zusammen für die Hauptwahl auf einen Stimmzettel.

 

2. Schritt: die Hauptwahl - der Wahlausschuss

 

In allen 50 Bundesstaaten und dem District of Columbia darf nun jeder wahlberechtigter Bürger einen Wahlmann wählen, der dann auch tatsächlich für den gewünschten Präsidentschaftskandidat im Wahlausschuss stimmen wird.

Manchmal wird der Wahlmann beim Namen genannt, manchmal steht aber auch nur "der Wahlmann stimmt für . . . " auf dem Stimmzettel.

 

Die Wahlmänner stehen unter einem Eid, die Stimme eines bestimmten  Präsidentschaftskandidaten zu repräsentieren.

 

Im Wahlausschuss wird dann schließlich der Präsident der Vereinigten Staaten durch die Wahlmänner gewählt. Sollte keine Mehrheit (mehr als 50%) zustande kommen, dann wird der Präsident durch das Repräsentantenhaus bestimmt. Dieser Fall ist jedoch sehr unwahrscheinlich.

 

 

 

 

 

 

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