⋆DIE LGBTQ BEWEGUNG⋆

CIVIL RIGHTS

AMERICANS WE

"Human rights for everybody. There is no difference

Live on! And be yourself!"

-MACKLEMORE & RYAN LEWIS-

⋆FRIENDSHIP AND FREEDOM⋆

IN FREIHEITLICHER FREUNDSCHAFT


Quelle:Flickr.dbking CCO        Der nicht offizielle Rainbow Banner ging aus der amerikanischen Flagge hervor
Quelle:Flickr.dbking CCO Der nicht offizielle Rainbow Banner ging aus der amerikanischen Flagge hervor

Der Beginn der "Lesbians Gays Bisexuals Transgenders (and) Queer" (LGBTQ) Bürgerrechtsbewegung lässt sich auf das Jahr 1924 datieren, als am 10. Dezember der U.S. Patriot Henry Gerber in Chicago die "Society for Human Rights" (Gesellschaft für Menschenrechte) gründete. Sie unternahm in Form von Publikationen im Magazin "Friendship and Freedom" erste Versuche die Rechte von Homosexuellen zu verbessern. Kurz nach Gründung der Gesellschaft für Menschenrechte zerbrach jedoch die Organisation aufgrund des immens hohen politischen Drucks. Henry Gerber wurde 1892 als Joseph Henry Dittmar in Passau geboren und immigrierte 1913 über Ellis Island in die Vereinigten Staaten. Fortan nannte er sich Henry Gerber. Seine Stärken stellte er 17 Jahre als Soldat in den amerikanischen Streitkräften unter Beweis.

 

Im Jahr 1948 veröffentlichte der Biologe und Sexualforscher Alfred Kinsey den Artikel "Sexual Behavior in the Human Male" (dt. "Das sexuelle Verhalten des Mannes"), in welchem er schrieb, dass Homosexualität nicht nur auf jenen Personenkreis beschränkt ist, welche sich mit der gleichgeschlechtlichen Liebe identifizieren, sondern das 37 Prozent aller Männer zumindest eine gleichgeschlechtliche Erfahrung machen würden oder gemacht haben.

 

Am 11. November 1950 gründete der Aktivist Harry Hay in Los Angeles mit der "Gay Right Organization" die erste Organisation der Vereinigten Staaten, welche sich aktiv für die Rechte von Homosexuellen einsetzte. Ihr Ziel war es die öffentliche Wahrnehmung zu verändern, Diskriminierungen zu bekämpfen und eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Damals wurde Homosexualität als Krankheit angesehen,

 

Nahezu zeitgleich äußerte sich ein Senator aus Washington D.C. in einem Artikel im Dezember 1950, mit dem provokanten Titel "Employment of Homos and other Sex Perverts in Government" ("Die Beschäftigung von Homos und anderen sexuellen Perversen in der Regierung") über die Sicherheitsrisiken, die Homosexualität mit sich bringen würde, da eine solche Neigung nicht nur als Geisteskrankheit eingeschätzt werden könne, sondern ebenfalls eine psychische Instabilität zur Folge haben würde.

 

In den Folgejahren wurden an die 4400 Homosexuelle vom Militärdienst suspendiert und an die 500 Regierungsangestellte verloren ihren Job.

 

1952 stufte die American Psychiatric Association Homosexualität als soziopathische Störung ein, wurden dafür aber aufgrund fehlender empirischer Daten heftig kritisiert. Auch die Eisenhower Administration war skepisch im Umgang mit Homosexuellen und sah ebenfalls ein Sicherheitsrisiko, welches sich aufgrund dieser Neigung ergeben könne.

 

Die Psychologin Evelyn Hooker stellte wiederum in einer psychologischer Studie fest, dass keine signifikanten Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen Hetero- und Homosexuellen festzustellen sind.

⋆ONE, INC. V. OLESEN (1958)⋆

DAS RECHT AUF FREIE MEINUNG

Ein Meilensprung in der LGBT Bewegung stellt das Urteil des Obersten Gerichtshof vom 3. Januar 1958 dar. Im Fall "One, Inc. v. Olesen", wurden die Rechte des ersten Zusatzartikels der U.S. Verfassung (freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit) für LGBTQ sichergestellt. Geklagt wurde ein Publikationsverbot des Gay Magazins "One".  Das Urteil ermöglichte die weitere Veröffentlichung des Magazins.

⋆PURSUIT OF HAPPINESS⋆

DAS RECHT NACH DEM STREBEN NACH GLÜCK

Der Bundesstaat Illinois dekriminalisierte am 1. Januar 1962, als erster Staat der Vereinigten Staaten, homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Personen.

 

Der  Weg zum Glück sollte für die LGBTQ Community jedoch noch durch einige Vorfälle erschwert werden.  Geoutete Personen wurden in einigen Fällen nicht bedient, so auch im Frühjahr 1966 in der Julius Bar in Greenwich Village (New York). Erst ein Gerichtsurteil erklärte, dass auch LGBTQ das Recht auf eine angemessene Behandlung  haben.

PROGRESS

⋆CHRISTOPHER STREET LIBERATION DAY⋆

Am 28. Juni 1969 kam es zu einer dreitägigen Ausschreitung als um 01:00 Uhr morgens eine Razzia im Stonewall Inn, einem gut besuchten Schwulenlokal, stattfand.


Seit dem 28. Juni 1970 finden deshalb, zunächst nur in New York, später auch in anderen U.S. amerikanischen Großstädten, die Christopher Street Day Paraden (CSD) statt. Der CSD findet heute nahezu in allen westlichen Ländern unter einem wechselnden Motto statt und bindet sich nicht an den 28 Juni.

 

Drei Jahre später bezeichnet die American Psychiatric Association Homosexualität nicht mehr als Krankheit.

 

Im Januar 1974 wird Kathy Kozachenko als erste geoutete Person in den Stadtrat von Michigan gewählt.

⋆FORWARD⋆

V O R W Ä R T S

Getreu den Insignialien der Bundesstaatsflagge von Wisconsin "Forward" (Vorwärts) verabschiedet der Bundesstaat Wisconsin im März 1982 ein Gesetz, welches Diskriminierungen von LGBT unter Strafe stellt.


DON'T ASK - DON'T TELL

1993: Die "Don´t ask, don´t tell" (Frag nicht, sag nichts) Regelung des U.S. Militärs erlaubte Homosexuellen den Militärdienst, insofern diese ihre Sexualität verschweigen. Die Akzeptanz ist mittlerweile gestiegen, sodass es den Soldaten freisteht ob sie sich outen oder nicht.



PURSUIT OF HAPPINESS

DAS RECHT NACH DEM STREBEN NACH GLÜCK

Als erster Bundesstaat erlaubt Vermont im Jahr 2000 die eingetragene Lebenspartnerschaft und setzt einen weiteren wichtigen Meilenstein der LGBTQ Bürgerrechtsbewegung.

 


IURIUS IGNORANTIA EST CUM

IUS NOSTRUM IGNORAMUS

Am 26. Juni 2015 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staten, dass die einzelnen Bundesstaaten die gleichgeschlechtliche Ehe per Gesetz nicht verbieten dürfen und stellte die Ehe von LGBTQ dem herkömmlichen Lebensmodell einer heterosexuellen Ehe auf allen Ebenen gleich.


FILMEMPFEHLUNG