DEUTSCHSPRACHIGER ABRISS

DER AMERIKANISCHEN GESCHICHTE

U.S. HISTORY

EUROPÄISCHE KOLONIALISIERUNG UND UNABHÄNGIGKEIT

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ZEIT EREIGNIS
1607 Mit Jamestown erfolgt die Gründung der ersten dauerhaften britischen Siedlung auf dem Gebiet der USA.
1620 Das Segelschiff "Mayflower" ist auf ihrer Atlantiküberfahrt nach Nordamerika. An Bord befinden sich die Pilgerväter, welche auf der Suche nach Selbstbestimmung in der "Neuen Welt" das erste Regierungsdokument zeichnen. Sie gründen die Plymouth Kolonie im heutigen Massachusetts.
1664 Weitere Europäer gründen Siedlungen in der "Neuen Welt". Europäische Konflikte werden auch in Nordamerika ausgetragen, sodass 1664 die von den Niederländern gegründete Stadt "Neu Amsterdam" von den Briten übernommen wird. Die Stadt am Hudson River wird umbenannt und trägt fortan den Namen New York.
1692 In Salem (Massachusetts) findet eine beispielslose Hexenjagd stadt. Es werden willkürlich Personen beschuldigt einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Die Anschuldigungen und Verurteilungen gehen als "Salem Witch Craft Trials" in die U.S. Geschichte ein.
1754 Die britischen Kolonien führen Krieg gegen Frankreich. Dieser letzte Krieg um die koloniale Vormachtsstellung findet sowohl in Europa als auch auf dem nordamerikanischen Kontinent statt. Dieser Krieg trägt in Europa und in den USA unterschiedliche Namen, da er unterschiedlich lange in Nordamerika und in Europa dauerte. In Europa als "siebenjähriger Krieg" bekannt, trägt die britisch französische Auseinandersetzung den Titel "French and Indian War" in der "Neuen Welt". Eine Anspielung auf die Bündnisse mit Indianerstämmen. Der Krieg dauerte in Nordamerika zwei Jahre länger als in Europa.
1763 Großbritannien gewinnt den "French and Indian War" zu einem hohen Preis. Im Friede von Paris fällt Kanada an Großbritannien.
1765

Um die hohen Kriegsschulden zu tilgen, besteuert die britische Krone ihre nordamerikanischen Kolonien mit dem Stempelmarkengesetz ("Stamp Act"). Abgaben fallen auf nahezu alle Produkte, welche aus Papier (Zeitungen, Briefpapier, Spielkarten) hergestellt wurden. Der "Stamp Act" fordert jedoch auch Abgaben für Textilien und Gardinen. Dies führt zu einer Protestwelle, aus welchen mit den "Sons of Liberty" (Söhne der Freiheit) die erste patriotische Vereinigung hervorgeht.

1770

Aufgrund der aufgeheizten Stimmung in den britischen Kolonien gegenüber britischen Repräsentanten, insbesondere gegenüber Soldaten, kommt es am 5. März zum sogenannten Boston Massaker. Bei diesem werden fünf Kolonisten erschossen. Sie gelten als die ersten fünf gefallenen Patrioten der kolonialen Bewegung. Das Boston Massaker gilt aus historischer Sicht als Schlüsselereignis, welches in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führte. Einer der fünf gefallenen Patrioten, Crispus Attuck, gilt heute in der amerikanischen Geschichtsschreibung als erster afroamerikanischer Held der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

1773

Neue Steuern und Unterdrückungsmaßnahmen von Großbritannien führen am 16. Dezember zur "Boston Tea Party". Als Indianer verkleidet stürmen die "Sons of Liberty" im Hafen von Boston drei britische Handelsschiffe der "East India Tea Company". Insgesamt werden 342 Kisten Tee über Bord geworfen.

1774

Die britische Antwort auf die "Boston Tea Party" bilden die Zwangsgesetze, die "Coercive Acts", welche Boston vom Rest der Kolonien isoliert. Die Kolonien solidarisieren sich mit Boston und amerikanische Untergrundbewegungen werden mit den Sons of Liberty stärker. Die Revolution beginnt in den Köpfen der Kolonisten.

1775

Mit den kämpferischen Auseinandersetzungen in Concord und Lexington beginnt die amerikanische Revolution. Der U.S. Schriftsteller Ralph Waldo Emerson gab diesem Ausbruch den Titel "The shoot heard around the world" (Der weltweit gehörte Schuss).

1776

Am 4. Juli rufen die britischen Kolonien, welche nun im Krieg mit ihrem Mutterland Großbritannien stehen, mit der berühmten Unabhängigkeitserklärung, die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Dieser Tag gilt als höchster Nationalfeiertag.

1778

Frankreich erkennt nach der gewonnen Schlacht von Saratoga (Bundesstaat New York), als erste europäische Nation überhaupt, die Vereinigten Staaten von Amerika politisch an und schließen ein Bündnis.

1781

Großbritannien kapituliert in der Schlacht von Yorktown.

1783

Im Frieden von Paris werden die Vereinigten Staaten politisch anerkannt und deren Unabhängigkeit bestätigt.

GO WEST: DIE EXPANDIERUNG GEN WESTEN

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ZEIT EREIGNIS
 1787 Die Erschließung des Ohio Gebiets wird durch die Nordwest Verordnung (Nothwest Ordninance) vom Kongress geregelt. Sie verwaltet das Nordwest Territorium und regelt die Aufnahme von neuen Bundessstaaten, welche im Nordwesten entstehen.  
1789

Die Verfassung der USA wird ratifiziert.

 

General George Washington wird erster Präsident der Vereinigten Staaten und prägt die Nation neben den damaligen Unterzeichnern der Unabhänigkeitserklärung (Gründungsväter) wesentlich mit.

1791 Die "Bill of Rights" (Zusatzartikel der Verfassung) garantieren Grundrechte für U.S. Bürger, zunächst allerdings nur für die weiße Bevölkerung.

1801

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1805

Die USA weigern sich eine Schutzgeldzahlung für ihre Handelsschiffe an das Osmannische Reich zu zahlen. Der erste Tripolitanischer Krieg gilt als erster der zwei "barbarischen Kriege".

1803

Napoleon verkauft das Louisiana Territorium an die USA. Durch diesen historischen Deal verdoppeln die Vereinigten Staaten ihr Staatsgebiet de facto über Nacht. Ebenso wird die Expandierung gen Westen eingeläutet.

1804

-

1805

Thomas Jefferson, dritter Präsident der Vereinigten Staaten, ordnet eine Militärexpedition zur Ergründung des neu erworbenen Gebiets an. Captain Lewis Meriwether  und Leutnant William Clark führen ein Armeekorps von St. Louis bis zum Pazifik. Aus dieser gut dokumentierten und berühmten Lewis and Clark Expedition ging  ein Epo von amerikanischer Abenteuerlust und Pioniergeist hervor. Die U.S. Army beruft einige ihrer Tugenden auf diese Expedition zurück.

1812

-

1814

Großbritannien erkennt die Unabhängigkeit der jungen Republik nicht an und kapert amerikanische Handelsschiffe. Mit dem Krieg von 1812 kommt es zu einem zweiten Unabhängigkeitskrieg. In diesem Krieg brennt Washington D.C.  bis auf die Grundmauern nieder. In einem britischen Bombardement auf Fort Mc Henry schreibt Francis Scott Key, ein junger Anwalt, den Text zur heutigen amerikanischen Nationalhymne. Die U.S. Flagge überstand den Dauerbeschuss und signalisierte im Morgengrauen, dass dieses strategisch wichtige Fort nicht eingenommen wurde. 1814 wird der Frieden von Gent gezeichnet.

1815

Das Piratenproblem im Mittelmeer wird wieder aufgenommen. Mit einer verstärkten U.S. Navy Präsenz im Mittelmeer wird im "zweiten Barbarenkrieg" wird der freie Handel sichergestellt.

1823

Präsident Monroe gibt eine Rede, welche als "Monroe Doktrin" in die amerikanische Geschichte eingeht. In ihr erklärt der fünfte Präsident, dass die europäische Besiedlung in der gesamten westlichen Hemisphere als abgeschlossen gilt. Darüber hinaus betont Monroe, dass weitere europäische Einmischungen auf dem gesamten Doppelkontinent fortan nicht mehr geduldet werden und militärisch geahndet werden.

1830

Per Gesetz siedelt Präsident Andrew Johnson indianische Volksstämme um. Diese Umsiedlung ist heute als  "Pfad der Tränen" bekannt.

Aufgrund der damals ungerechten Behandlungen werden Indianerstämmen (U.S. Bürgern) heute besondere Rechte zur Wiedergutmachung zugestanden, wie beispielsweise das Glücksspiel in den Reservaten.

1836

U.S. Siedler, welche von Mexiko mit Steuervergünstigungen und weiteren Vorteilen in das mexikanische Staatsgebiet gelockt werden, erklären ihre Unabhängigkeit von Mexiko und stellen einen Antrag auf Staatsaufnahme in die USA.

1845

Texas wird als Sklavenstaat in die Union aufgenommen. Ein Jahr später beginnt der Krieg gegen Mexiko (1846 - 1848).

1847

Die American Colonization Society grünted den Staat Liberia auf dem afrikanischen Kontinent. Die Vereinigten Staaten wollen die zunehmenden Spannungen in der Sklavereifrage abbauen um einen möglichen Bürgerkrieg zu verhindern. Ziel ist es freie Schwarze zurückzuführen.

1848

Der Goldrausch von Kalifornien lockt viele neue Siedler an die Westküste. Die Städte entlang des Pazifiks erleben einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Wachstumsschub.

1850

Kalifornien wird als sklavenfreier Staat in die Union aufgenommen. Die USA reichen nun vom Atlantik bis zum Pazifik. (Die gesamte Kultivierung und Erschließung des Staatsgebiets wurde allerdings erst 1890, mit der Schließung des sogenannten Frontiers, als abgeschlossen betrachtet. Das Frontier galt als Grenzlinie zwischen Zivilisation und Wildnis).

BÜRGERKRIEG UND REKONSTRUKTION

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ZEIT EREIGNIS
 1860 Abraham Lincoln wird zum 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Seine Einstellung zur Sklavenfrage führt unmittelbar nach Bekanntwerden seines Wahlsiegs zum Austritt des Staates South Carolina aus der Union. Die Sezession beginnt.
1861

Insgesamt sind 11 Bundesstaaten aus der Union ausgetreten: South Carolina, Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, Louisiana, Texas, Virginia, Arkansas, North Carolina und Tennessee. Die ausgetretenen Südstaaten bilden die Konföderierten Staaten von Amerika ( Confederate States of Amerika "CSA").

 

Am 12. April beginnt der amerikanische Bürgerkrieg mit der Beschießung von Fort Sumter, einer militärischen Einrichtung vor Charleston (South Carolina). Zu Beginn des Krieges steht der Erhalt der Union im Vordergrund. Erst Lincolns Emanzipationserklärung von 1863 transformiert den Bürgerkrieg zu einem Kampf gegen die Sklaverei.

1865

Kapitulation der Südstaaten. Ende des Bürgerkrieges.

 

Am 14. April wird Abraham Lincoln in einem Theater erschossen.

1866

Der 13. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung hebt die Sklaverei auf.

1867

Kauf von Alaska.

1870

Der 15. Zusatzartikel erlaubt es Afroamerikanern zu wählen.

FORMATION EINER SUPERMACHT

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ZEIT EREIGNIS
 1898 Amerikanisch-Spanischer Krieg. Die USA besetzen Kuba, Puerto Rico und die Philippinen. Hawaii und Guam werden annektiert.
1915 Ein deutsches U-Boot versenkt das britische Passagierschiff "Lusitania". 128 Zivilamerikaner kommen ums Leben.

1919

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1933

Unter dem Namen "das ehrenhafte Experiment" wird in den USA die Prohibition von Alkohol eingeführt. Das Gesetz führt zu illegalen Strukturen und erheblichen Staatsausgaben. Ferner fehlen Steuereinnahmen. Darüber hinaus bilden sich Alkoholbanden mit teils mafiösen Strukturen. Das unpopuläre Verbot wird am 23. März 1933 wieder aufgehoben.

1920

Der 19. Zusatzartikel gewährt das Frauenwahlrecht.

 

Die Roaring Twenties (Goldenen Zwanziger) läuten eine Era des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs ein.

1930

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1941

Die Weltwirtschaftskrise führt zu Arbeitsplatzverlusten und starker sozialer Ungleichheit. In den USA wird diese Epoche "The Great Depression" genannt (Die große Depression).

1941

Am 7. Dezember erfolgt ein japanischer Überraschungsangriff auf die Navy Flotte in Pearl Harbor (Hawaii). Die USA erklären Japan den Krieg. Am 11. Dezember erklärt das Dritte Reich aufgrund des japanischen Bündnisses den USA Krieg.

1945

Am 8. Mai kapituliert das Dritte Reich. Nach dem Abwurf von Atombomben auf Hiroshima (6.August) und Nagasaki (9. August) kapituliert Japan am 2. September.

1947

Gründung der CIA.

1949

Am 4. April werden in Washington D.C. die NATO gegründet.

1956

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1975

Die USA beteiligen sich im Konflikt zwischen Nord- und Südvietnam mit dem Ziel die kommunistische Expansion einzudämmen.

1957

Der 34. Präsident Dwight Eisenhower verkündet im Januar eine neue Doktrin. Jeder Staat der sich von kommunistischen Mächten bedroht sieht kann die USA fortan um militärische Unterstützung bitten. Die "Eisenhower Doktrin" kommt bereits ein Jahr später im Libanon zur Wirkung, als der libanesische Präsident Camille Chamoun die Vereinigten Staaten um militärische Unterstützung im Kampf gegen den Kommunismus bat.

1962

Kubakrise im Oktober. Die Welt steht am Rand eines erneuten Weltkrieges, sollte das kommunistische Kuba (Verbündeter Sowjetunion) oder die Vereinigten Staaten Nuklearbomben abfeuern.

1969

Erste Mondlandung erfolgt am 21. Juli (Apollo II-Mission). Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond und hisst die U.S. Flagge.

1992

Beginn eines Wirtschaftsbooms durch Bill Clinton.

MILLENIUM

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2001 Vier entführte Passagiermaschinen der Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines, beide Gesellschaften unter amerikanischer Flagge, werden am 11. September als Bomben benutzt. Terroristen fliegen zwei Maschinen in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York City. Die Türme kollabieren kurz nach den Einschlägen ineinander. Eine andere Maschine wird in das Pentagon, dem amerikanischen Verteidigungsministerium gestürzt. Passagiere des United Airlines Flug 93 bringen die Maschine über einem Feld in Pennsylvania zum Absturz, ehe diese ihr finales Ziel, vermutlich das Weiße Haus, erreichen konnte. Der 11. September gilt weltweit als Beginn einer neuen Era der verschärften Bürgerüberwachung zum Schutz der Gesellschaft und läutet eine Besinnung auf nationale Werte ein.
2003

Gründung der Heimatschutzbehörde "Homeland Security".

Im selben Jahr beginnt die Umsetzung der von George W. Bush festgelegten Doktrin: "Enduring Freedom".

2008

Barack Obama wird als erster U.S. Bürger mit schwarzen Wurzeln zum 44. Präsident der USA gewählt und ruft amerikanische Wert- und Moralverstellungen ins Gedächtnis. 

2016

Unter dem Motto "Make America Great Again" (MAGA) gewinnt der aus der Immobilien- und Entertainment Branche bekannte Milliardär Donald John Trump die Wahl zum 45. U.S. Präsidenten. Trump verspricht eine neue Neuauflage des Patriotismus analog zur Ronald Reagan Era. Er setzt in seiner Politik die Interessen der Vereinigten Staaten an erster Stelle und hat zum Ziel die U.S. Bürger durch einen Nationalismus, der sich auf amerikanische Werte und Ideale bezieht, zu vereinigen. Mit seiner Amtseinführung ruft er die "America First Agenda" aus.

2018

Die Vereinigten Staaten erkennen Jerusalem als Hauptstadt von Israel an. Die Verlegung administrativer Einrichtungen beruft sich auf eine bereits 1995 verabschiedete Resolution.

2019

Die Zustimmungswerte der America First Agenda steigen auch unter U.S. Bürgern mit hispanischen Wurzeln.

TEXT: U.S. ROOM GERMANY

EXTERNAL LINK:

Weiterführende Informationen in englischer Sprache:

http://history.state.gov/