"Human rights for everybody

There is no difference

Live on! And be yourself!"

-Macklemore & Ryan Lewis-


Quelle:Flickr.dbking CCO        Der nicht offizielle Rainbow Banner ging aus der amerikanischen Flagge hervor
Quelle:Flickr.dbking CCO Der nicht offizielle Rainbow Banner ging aus der amerikanischen Flagge hervor

Die "Lesbians Gays Bisexuals (and) Transgenders" (LGBT) Bürgerrechtsbewegung lässt sich für Ihren Beginn auf das Jahr 1924 datieren, als am 10. Dezember Henry Gerber in Chicago mit der "Society for Human Rights" die ersten Versuche unternahm, die Rechte von Homosexuellen zu verbessern.

Auf die o.g. Gesellschaft für Menschenrechte geht auch die erste amerikanische Publikation für Homosexuellenrechte, die "Friendship and Freedom" hervor. Kurz nach Gründung dieser Gesellschaft zerbrach jedoch die Organisation aufgrund des immens hohen politischen Drucks. Im Jahr 1948 veröffentlichte der Biologe und Sexualforscher Alfred Kinsey den Artikel "Sexual Behavior in the Human Male", in welchem er postulierte, dass Homosexualität nicht nur auf jenen Personenkreis beschränkt ist, welche sich mit der gleichgeschlechtlichen Liebe identifizieren, sondern das 37 Prozent aller Männer zumindest eine gleichgeschlechtliche Erfahrung machen würden oder gemacht haben.

Am 11. November 1950 gründete der Aktivist Harry Hay in Los Angeles mit der "Gay Right Organization" die erste Organisation der Vereinigten Staaten die sich aktiv für die Rechte von Homosexuellen einsetzte. Ihr Ziel war es die öffentliche Wahrnehmung zu verändern, Diskriminierungen zu bekämpfen und eine gesellschaftliche Teilhabe, in einer Zeit in welcher Homosexualität als Krankheit angesehen wurde, zu ermöglichen. Nahezu zeitgleich äußerte sich ein Senator aus Washington D.C. in einem Artikel im Dezember 1950 mit dem offensiven Titel "Employment of Homos and other Sex Perverts in Government" über die Sicherheitsrisiken die Homosexualität mit sich bringen würde, da eine solche Neigung nicht nur als Geisteskrankheit eingeschätzt wurde, sondern ebenfalls eine psychische Instabilität zur Folge haben würde. In den Folgejahren wurden an die 4400 Homosexuelle vom Militärdienst suspendiert und an die 500 Regierungsangestellte verloren ihren Job.

1952 stufte die American Psychiatric Association Homosexualität als soziopathische Störung ein, wurden dafür aber aufgrund fehlender empirischer Daten heftig kritisiert. Auch die Eisenhower Administration war skepisch im Umgang mit Homosexuellen und bestätigte das Sicherheitsrisiko, welches sich aufgrund dieser Neigung ergeben könnte.

Evelyn Hooker stellte wiederum in einer psychologischer Studie fest, dass keine signifikanten Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen Hetero- und Homosexuellen festzustellen sind. Ein Meilensprung in der LGBT Bewegung stellt das Urteil des Obersten Gerichtshof vom 3. Januar 1958 "One, Inc. v. Olesen", welches die Rechte des ersten Zusatzartikels der US-Verfassung (freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit) für LGBT sicherstellte, indem das Schwulenmagazin One weiter publizieren durfte.

Der Bundesstaat Illinois dekriminalisiert am 1. Januar 1962 als erster Staat der Vereinigten Staaten homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Personen.

 

Der  Weg zum "pursuit of happiness" für LGBT sollte jedoch noch durch einige Vorfälle erschwert werden. Geoutete Personen wurden in einigen Fällen nicht bedient, so auch an der Julius Bar im Frühjahr 1966 in Greenwich Village (New York). Erst ein Gerichtsurteil erklärte, dass auch LGBT das Recht auf eine angemessene Behandlung zu haben.

Christopher Street Liberation Day

Am 28. Juni 1969 kam es zu einer dreitägigen Ausschreitung als um 01:00 Uhr eine Razzia im Stonewall Inn, einem gut besuchten Schwulenlokal, stattfand.


Seit dem 28. Juni 1970 finden deshalb, zunächst nur in New York City, später in anderen US-amerikanischen Großstädten, die Christopher Street Day Paraden statt. Der CSD findet heute nahezu in allen westlichen Ländern unter einem wechselnden Motto statt und bindet sich nicht an den 28 Juni. Drei Jahre später bezeichnet die American Psychiatric Association Homosexualität nicht mehr als Krankheit. Im Januar 1974 wird Kathy Kozachenko als erste geoutete Person der gleichgeschlechtlichen Veranlagung in den Stadtrat von Michigan gewählt.

Getreu den Insignialien der Staatsflagge "Forward" verabschiedet der Bundesstaat Wisconsin im März 1982 ein Gesetz, welches Diskriminierungen von LGBT unter Strafe stellt.


1993: Die "Don´t ask, don´t tell" (Frag nicht, sag nichts) Regel des US-Militärs erlaubt Homosexuellen den Militärdienst insofern diese ihre Sexualität verschweigen.

Als erster Bundesstaat erlaubt Vermont im Jahr 2000 die eingetragene Lebenspartnerschaft und setzt einen weiteren wichtigen Meilenstein der LGBT Bürgerrechtsbewegung.

Am 26. Juni 2015 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staten, dass die einzelnen Bundesstaaten die gleichgeschlechtliche Ehe per Gesetz nicht verbieten dürfen und stellte die Ehe von LGBT dem herkömmlichen Lebensmodell einer heterosexuellen Ehe auf allen Ebenen gleich.