Crafts, William A. Witchcraft at Salem Village. 1876 {{PD-US}}
Crafts, William A. Witchcraft at Salem Village. 1876 {{PD-US}}

Die Gerichtsprozesse in Salem gelten als berühmtestes Beispiel ausufernder und willkürlicher Justiz der amerikanischen Kolonialgeschichte.

 

Im Zeitraum von 1692 bis 1693 begann ein eine beispielslose Hexenverfolgung in der Stadt Salem (Massachusetts) in welcher 200 Leute verhaftet und 20 Personen hingerichtet wurden. In den puritanischen Kolonien war ein weitverbreiter Glaube, dass der Teufel einzelnen Menschen magische Kräfte verleihen könnte. Die Paranoia begann als die neunjährige Tochter des Erweckungspredigers Samuel Parris mit ihrer elfjährigen Cousine spielte. Unübliches Gekreische sowie eine erfundene Sprache, welche die Kinder benutzten, wurden durch Toben (Dinge werfen, sich zu Boden fallen lassen) als Befall einer bösen Magie interpretiert. Bei einer Befragung bestätigte die Haussklavin Tituba, dass es sich hierbei um schwarze Magie handeln würde. Dies hätte ihr der Teufel gesagt, der  ihr im Traum mit einem Buch erschienen sei. Diese Aussage musste Sie daraufhin unterschreiben. Desweiteren gab Tituba an Namen im Buch wiedererkannt zu haben. Kurze Zeit später wurde Tituba zusammen mit Sarah Good, einer Bettlerin der Stadt, sowie Sarah Osborne, eine bettlägrige alte Frau mit schlechtem Ruf, verhaftet. Innerhalb kurzer Zeit wurden mehr und mehr Personen beschuldigt, verhaftet und exekutiert. Die Situation in Salem uferte in einem solchen Maße aus. dass Nachbarn ihre Nachbarn der Hexerei und Schwarzen Magie beschuldigten und fand erst ihr Ende als namenhafte Mitbürger angeklagt wurden.