EPOCHEN DER AMERIKANISCHEN LITERATUR

U.S. LITERATURE                                                                                                                                                                                                                                                          BACKGROUND IMAGE: J.SHERMAN (FLAG 4K)

 

As in any other country, literature is highly influenced by events that are taking place during a specific time and by the way how we perceive our environment. American literature is the body of written works, usually written in English and produced in the United States, or by an American. This page depicts the eras of American literature, from Puritanism/ Colonial literature to postmodernism, and points out representative writers for each era. Furthermore, each era points out popular American writers. 

AMERICAN LITERATURE

A   B R I E F   O V E R V I E W

In gleicher Weise wie sich die Welt um uns verändert, wird auch unsere Wahrnehmung von der Welt beeinflusst und die Art und Weise wie diese Wahrnehmung zum Ausdruck gebracht wird. Die Literatur im Allgemeinen spiegelt die unterschiedlichen historischen und sozialen Kontexte wider. Diese Seite gibt Ihnen einen Überblick über die Epochen der amerikanischen Literaturgeschichte sowie deren Einflussfaktoren und hebt stellvertretend für jede Literaturepoche bedeutende Schriftsteller hervor.

PURITANISMUS

16. Jahrhundert

Der Puritanismus (englisch: "Puritanism") war geprägt vom biblischen Sündenfall und dem Glauben an christlicher Vorherbestimmung. Gott allein wählt die Geretteten, der Mensch hat auf diese Vorherbestimmung keinen Einfluss, sondern ist auf die Barmherzigkeit und Gnade von Gott angewiesen. Werke des Puritanismus sind von biblischen Interpretationen sowie den Themen Schande und Schuld geprägt. Sie folgen einer einfachen Sprache und fordern oftmals den Leser dazu auf sich vor dem Bösen in Acht zu nehmen. Der Puritanismus steht im Kontext der Kolonialisierung und zählt zeitgleich zu der Kolonialliteratur. Die amerikanische Literaturgeschichte beginnt mit dieser Literaturepoche, da sie die amerikanische Tradition des Neuanfangs einläutet. Zahlreiche europäische Siedler kamen in die "Neue Welt" , da sie aufgrund religiöser Verfolgung einen Schutzort suchten.

Berühmte Schriftsteller des Puritanismus sind in den Vereinigten Staaten: William Bradford, Anne Bradstreet, John Calvin, John Cotton, John Edwards, Cotten Mather, Samuel Rutherford sowie Thomas Sheppard.

RATIONALISMUS

spätes 17- spätes 18. Jahrhundert

Prägend für den Rationalismus war der Gedanke, dass sich die Wahrheit durch eine objektive Beobachtung, anstatt durch religiöse Doktrinen herausfinden lässt. Meinungen und Handlungen sollten  sich auf Wissen und dem gesunden Menschenverstand beziehen. Eine Untergruppe der Rationalisten stellten die "Deists", die Gottgläubigen dar, welche zwar rationales Gedankengut befürworteten, jedoch die Meinung vertraten, dass Glaube und Vernunft in ein Zusammenspiel gebracht werden müssen: "Gott erschuf die Naturgesetze - der Mensch darf diese entdecken und nutzen". Einige Werke des Rationalismus fallen in die Revolitonsära., welche im Folgenden gesondert betrachtet werden.

Berühmte Vertreter des Rationalismus sind unter anderem Benjamin Franklin und Thomas Jefferson.

REVOLUTIONSÄRA

1765 - 1790

Die Literatur der Revolutionsära  zählt zum Rationalismus. Sie stellt die umfangreichste Ressource an politischen Schriften seit der antiken Klassik dar. Sie ist von Werken geprägt, welche den Bruch mit Großbritannien in sachlicher Argumentation legitimieren, beispielsweise, "Common Sense" von Thomas Paine, die Artikel von Benjamin Franklin sowie die Unabhängigkeitserklärung von 1776. Ebenso die Aufsätze der Föderalisten, welche nach dem gewonnenen Unabhängigkeitskrieg von 1775- 1783 die politische Zukunft der jungen Nation im Wesentlichen mitgestalteten. Die durchnummerierten und zunächst anonymisierten Aufsätze befürworteten eine starke Staatengemeinschaft mit übergeordneten Instanzen und wurden als  "Federalist Papers" bekannt.

 

Zu den Autoren der Revolutionsära zählen Joel Barlow, Benjamin Franklin, Philip Freneau, Alexander Hamilton, James Madison und Thomas Paine,

ROMANTIK

1800 - 1860

Nicht die Vernunft stand während der Romantik im Vordergrund, sondern der Glaube daran, dass die Wahrheit über Sinn und Leben durch Intuition der menschlichen Vorstellungskraft, sowie durch die Emotionen entdeckt werden könne. Romantiker orientierten sich in ihren Werken an der Schönheit der Natur. Stark geprägt wurde die Literaturepoche von der West Expandierung, in welcher sich das Staatsgebiet der USA vergrößerte und neue Landschaften entdeckt wurden.

AMERICAN RENAISSANCE

1830 - Beginn des Bürgerkriegs

Während der Amerikanischen Renaissance wurde der amerikanische Schriftsteller geboren, denn seine Lebenswelt unterschied sich nun derart von seinen europäischen Vorfahren, dass sich ein eigener Stil entwickelte. Zwei Stilrichtungen dominierten die Amerikanische Renaissance: die Transzendentalisten und die Anti-Transzendentalisten. Während die Transzendentalisten Gott in jedem einzelnen Detail der Natur und ihrer Umwelt zu erkennen glaubten, zweifelten die Anti-Transzendentalisten, aufgrund des stärker werdenden Einflusses aus der Psychologie, die Fähigkeit des Menschen an, den Sündenfall überwinden zu können.

Die Amerikanische Renaissance steht im historischen Kontext der zunehmenden Spannungen in der Sklavenfrage, der West Expandierung sowie des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865).

Da die Literaturepochen fließend ineinander übergehen, lassen sich auch Autoren welche bereits in der Romantik vorzufinden sind der amerikanischen Renaissance zuordnen. Zu diesen Autoren zählen:

 

Emily Dickinson, Frederick Douglass, Nathaniel Hawthorne, Herman Melville, Henry David Thoreau sowie Walt Whitman.

 

Autoren welche auschließlich der amerikanischen Renaissance zugeordnet werden sind: Louisa May Alcott, Margaret Fuller sowie Harriet Beecher Stowe.

REALISMUS

1850-1900

Ziel der Schriftsteller dieser Epoche war es das Leben realistisch und Detail-gerecht darzustellen. Der Mensch mit seinen Stärken und Schwächen stand im Vordergrund. Die alltägliche Lebenswelt des einfachen Bürgers rückte in den Fokus. Ebenfalls wurden unterschiedliche amerikanische Dialekte im Realismus dargestellt. Die Literaturepoche orientierte sich an den reinen Fakten. Einen starken Einfluss auf den Realismus hatte der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865) und die ersten Fotografien, welche mit den aufkommenden Printmedien erstmals die Brutalität des Kriegs in ungeschönter Form wiedergaben.

Stellvertretende Autoren des Realismus in den USA sind vor allem:

Mark Twain, William Dean Howells, Rebecca Harding Davis, Joseph Kirkland sowie Henry James.

MODERNE

1900-1950

Übergeordnetes Thema der Moderne war der Amerikanische Traum und demzufolge der Glaube daran, dass jedes Individuum zu persönlichen Erfolg gelangen könne, insofern er sein Potenzial ausschöpfe. Während der Moderne entstand das Konzept des Symbolismus, also die Repräsentation von Ideen und Vorstellungen durch konkrete Objekte.

Eine weitere Strömung, welche die Moderne prägte, kam aus der afroamerikanischen Schicht von New York City. Die Harlem Renaissance brachte die Poesie in Einklang mit den Rhythmen des Jazz und Blues. Einfluss auf die Moderne hatten der technische Fortschritt der industriellen Revolution sowie Ereignisse wie der Börsencrash von 1929 und die darauffolgende Wirtschaftskrise, welche in den USA auch als Zeit der Großen Depression ("The Great Depression") bekannt ist.

Zur Moderne zählen Francis Scott Fitzgerald, Ernest Hemingway, William Faulkner, Sterling Brown und Jean Toomer.

POSTMODERNE

s e i t  1 9 5 0

Die Postmoderne ist geprägt von Fiktion und konstruierter Realität. Ein Roman der Postmoderne erlaubt dem Leser eine mehrdeutige Interpretation. Prägende Elemente der Postmoderne sind die Medien, die Informationstechnologie sowie die Tatsache, dass nichts einzigartig, sondern in gegenseitiger Abhängigkeit steht.

Stellvertreter der Postmoderne sind Paul Auster, Raymond Carver, Toni Morrison, Phillip Roth sowie Robert Stone.

TEXT: US-ROOM GERMANY

O DULCE NOMEN LIBERTATIS