⋆ERNEST HEMINGWAY⋆

U.S. LITERATURE

There is nothing noble in being superior to your fellow man;

true nobility is being superior to your former self

-Hemingway-

⋆FOR WHOM THE BELL TOLLS⋆

⋆WEM DIE STUNDE SCHLÄGT⋆

Ernest Hemingway zählt zu den populärsten Schriftstellern der amerikanischen Literaturgeschichte und zu den einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Nach seinem High School Abschluss fand er im Jahr 1917 zunächst eine Anstellung als Lokalreporter bei der Zeitung Kansas City Star und diente anschließend als Freiwilliger für das amerikanische Rote Kreuz an der italienischen Front, wo er sich eine schwere Verwundung zuzog. Nach dem ersten Weltkrieg zog Hemingway zurück in seine Geburtsstadt Oak Park (Illinois) und unternahm seine ersten Versuche als Schriftsteller. Diese blieben jedoch ohne Erfolg, sodass Hemingway eine Tätigkeit als Journalist beim Toronto Star aufnahm. Diese Arbeit brachte ihn als Korrespondent zurück nach Europa. Hemingway wohnte in den folgenden Jahren in Paris und bereiste Europa. In Paris lernte Hemingway den Schriftsteller Francis Scott Fitzgerald kennen und freundete sich mit ihm an. Sein erstes Werk, welches Hemingway bekannt machte, war der Roman "The Sun Also Rises" (1926) [dt. Fiesta], in welchem er vor allem persönliche Erlebnisse als Amerikaner verarbeitete, der in Europa wohnte. "The Sun Also Rises" ist die Geschichte einer "verlorenen Generation".


Sie spielt in der Nachkriegszeit des ersten Weltkriegs und handelt von der Suche nach dem Sinn des Lebens. 1928 zog Hemingway zurück in die Vereinigten Staaten, wo er sich in Key West (Florida) niederließ. Hier schrieb er den Antikriegsroman "In einem anderen Land". In diesem Roman verarbeitete Hemingway seine Erfahrungen, die er als Fahrer des Roten Kreuzes während des ersten Weltkrieges an der italienischen Front gesammelt hatte. In den Jahren 1933 und 1934 nahm Hemingway an einer Großwildsafari in Afrika teil. 1939 ließ er sich auf Kuba nieder und verfasste seinen Roman "For whom the bell tolls" (1940) [dt. Wem die Stunde schlägt]. Die Geschichte handelt über den Verlust der Unschuld während des Krieges aber auch über die Moral. Ein weiterer berühmter Roman Hemingways war "The old man and the sea" (1952) [dt. Der alte Mann und das Meer]. Er handelt von einem alten kubanischen Fischer, der nach erfolglosen Versuchen den Fang seines Lebens macht. Der Thunfisch zieht den Fischer jedoch mit samt dem Fischerboot hinter sich her. Nachdem der alte Fischer den Kampf gewonnen glaubt, fressen Haie seine Beute und lediglich das Gerippe bleibt übrig.

HEMINGWAYS KURZGESCHICHTEN

NUR DIE SPITZE DES

EISBERGS

Hemingway galt als Meister der Kurzgeschichten. Seine literarische Sprache ist zum Teil sehr speziell, doch zeitgleich ein Merkmal Hemingways. Neben zahlreichen verfassten Kurzgeschichten sind "Die Killer" sowie "Alter Mann an der Brücke" bekannt geworden. "Die Killer" handeln von Auftragskillern, welche im Westen der USA in einem Schnellrestaurant auf ihr Opfer warten, welches aber nicht erscheint. Die Kurzgeschichte "Alter Mann an der Brücke" spielt während des Spanischen Bürgerkrieges, als eine Stadt von Soldaten geräumt wird und ein alter Mann die Brücke trotz Aufforderung nicht verlassen möchte, sondern über sein früheres Leben in der Stadt nachdenkt und über seine Tiere, welche er zurücklassen musste.  Hemingway begründete den literarischen Stil der Eisberg Theorie. Sie lautet wie folgt:

 

"Ich versuche immer nach dem Prinzip des Eisbergs zu schreiben. Sieben Achtel davon liegen unter Wasser, nur ein Achtel ist sichtbar. Alles, was man  eliminiert, macht den Eisberg nur noch stärker. Es liegt alles an dem Teil, der unsichtbar bleibt. Wenn ein Schriftsteller etwas auslässt, weil er etwas nicht weiß, dann ist ein Loch in der Geschichte."

 

Dies bedeutet, dass die eigentliche Bedeutung hinter einer Kurzgeschichte vom Leser selbst erschlossen und interpretiert werden muss, da die Bedeutung zum größten Teil im Verborgenen liegt.