⋆ DIE AMERIKANISCHE REVOLUTION ⋆

(1775 - 1783)



Mit der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 erblickte mit den Vereinigten Staaten von Amerika ein neuer Staat die Weltbühne. Befugnis über die Kontinentalarmee bekam der vom Kontinentalkongress berufene General George Washington.


Bis Mitte des 17. Jahrhunderts lebten die Einwohner der britischen Kolonien ein recht selbstbestimmtes Leben unter der Herrschaft Großbritanniens. Die Kolonisten genossen durch ihre freie Religionsausübung eine Freiheit, welche in Europa zu jener Zeit undenkbar gewesen wäre. Großbritannien gestand diese Religions- und Selbstbestimmungsfreiheit jedoch nicht aus Nächstenliebe ein, sondern hatte ein starkes wirtschaftliches Interesse ihre Pioniere zufrieden zu stellen. Viele Rohstoffe lockten britische Händler in die Neue Welt, sodass der Aufbau neuer Wirtschaftswege und - zweige mit zugestandenen Freiheiten an die Kolonisten im Einklang mit dem Mutterland Großbritannien standen. Das Vereinigte Königreich hatte jedoch nicht als einzige europäische Macht Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent. Frankreich zeigte ebenfalls eine starke Präsenz in Nordamerika, sodass Konflikte vorprogrammiert waren. Auseinandersetzungen beider Nationen wurden als Stellvertreterkriege in Nordamerika ausgetragen. Der Ausgang des letzten europäische Konflikts und die hohe Verschuldung von Großbritannien führte letztendlich zum Unabhängigkeitskrieg der 13 Kolonien.

✮ Franzosen- und indianerkrieg ✮

Der britisch-französische Konflikt stellte den Höhepunkt dieser Kolonialkriege dar und ist den Vereinigten Staaten als "Franzosen und Indianerkrieg" (French and Indian War) bekannt, da Franzosen zusammen mit Indianerstämme gegen die britischen Kolonien in den Krieg zogen. In Europa wird er als siebenjähriger Krieg bezeichnet, da der Konflikt in Europa nicht neun Jahre wie in Nordamerika dauerte (1754-1763) , sondern lediglich sieben Jahre.

✮ DIE ZUCKERSTEUER ✮

Königlicher Schatzmeister George Grenville PD-Art-prior1923
Königlicher Schatzmeister George Grenville PD-Art-prior1923

Großbritannien gewann den Krieg gegen Frankreich und die politische Landkarte veränderte sich zu Gunsten der Krone.  Dies geschah allerdings zu einem sehr hohen Preis. Die Militärausgaben der letzten Kriegsjahre hatten nicht nur den Staatshaushalt aufgebraucht, sondern auch einen Berg Schulden angehäuft der nun wieder getilgt werden musste. Hier kamen die Kolonisten ins Spiel. Sie sollten die Schulden durch Steuerabgaben vor allem auf Zucker und Molasse Produkte begleichen. Das Zucker-Gesetz von 1764  (Sugar Act) war somit eine indirekte Besteuerung durch Zwangsabgaben auf alle aus Molasse hergestellten Produkte. Dies betraf vor allem alkoholische Getränke wie Liköre und Rum.

Königliche Besteuerung:

-The Sugar Act (1764)

-The Stamp Act (1765)

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Die Stimmung in

den Kolonien schlug von britischer Loyalität in eine anti-britische Haltung um.


Im selben Jahr wurde vom britischen Parlament das Währungsgesetz (Currency Act) verabschiedet. Erlaubte man den Kolonisten bisher ihre eigene Kolonialwährung zu drucken, beendete das Gesetz diese Praxis. Dies hatte vor allem Auswirkungen auf die Geldentwertung, welche nun innerhalb der Kolonien zu Gunsten der britischen Krone stattfand. Großbritannien konnte so seine angehäuften Kriegsschulden reduzieren.

✮ 1765: Steuermarkengesetz ✮

Die Besteuerungsmaßnahmen gipfelten im Steuermarkengesetz (Stamp Act). Erstmals in der Kolonialgeschichte wurden die Kolonisten direkt besteuert. Die Einwohner der 13 britischen Kolonien betrachteten das im November 1765 gültig gewordene Gesetz als eine ausbeuterische Maßnahme. Besteuert wurden alle Papier- und Stoffartikel. Dokumente, Urkunden, Tageszeitungen sowie Briefpapier und Spielkarten verteuerten sich. Auch Haushaltsgegenstände wie Vorhänge und Tischüberzüge konnten sich dem Steuermarkengesetz nicht entziehen.

✮ "SONS OF LIBERTY" ✮

Flagge der Sons of Liberty (1765)
Flagge der Sons of Liberty (1765)

Die koloniale Protestbewegung führte zur Gründung der "Söhne der Freiheit" (Sons of Liberty), den ersten Patrioten in den amerikanischen Geschichtsbüchern. Die Söhne der Freiheit bekämpften sowohl auf friedliche als auch auf radikale Art und Weise das Steuermarkengesetz. Es wurden  Puppen verbrannt die Personen öffentlicher Ämter repräsentierten und sogenannte Freiheitsbäume (liberty poles) errichtet, an denen Loyalisten gehängt wurden.  Angeführt wurden die Söhne der Freiheit im Untergrund von Personen der Bildungsschicht. Bekannte Mitglieder dieser patriotischen Vereinigung waren unter anderem: Samuel Adams und Patrick Henry. Vor allem die Kolonialzeitungen unterstützten die Patrioten, da das Stempelmarkengesetz  eine wirtschaftliche Gefahr ihrer Existenz darstellte. Die Freiheitskämpfer hatten keine organisierte hierarchische Struktur. Die meisten Kolonisten, welche sich dieser ersten amerikanischen Bewegung anschlossen, kamen aus der Handwerkerschaft. Da sich jedoch jeder Oppositionelle als Sohn der Freiheit  bezeichnen konnte, wurde der Name auch von schlägerfreundlichen Gruppen missbraucht.

 

Dem Druck der Bewegung ist es zu verdanken, dass das Steuermarkengesetz bereits ein Jahr später von der britischen Regierung im Jahr 1766 außer Kraft gesetzt wurde. 

PD-Art-prior1923-USA
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 Zu der patriotischen Vereinigung zählten:

 

John Adams (späterer zweiter Präsident der Vereinigten Staaten)

 

Samuel Adams (4. Gouverneur von Massachusetts)

 

Patrick Henry (Autor des Pamphlets "Common Sense" ´1775´. Eine seiner berühmtesten Reden lautete: "Gebt mir die Freiheit oder den Tod"

 

Paul Revere (Silberschmied und Patriot, der die Kolonisten in seinem "Mitternachtsritt" vor den Briten warnte. Er fertigte die Gravur an, welche das Boston Massaker darstellte)

 

Joseph Warren (späterer Offizier im Unabhängigkeitskrieg)

 

 

✮ "NO TAXATION WITHOUT REPRESENTATION" ✮

Im Folgejahr versuchte Großbritannien erneut die leeren Staatskassen zu füllen. Mit den Townshend Zöllen wurde der Tee besteuert. Der Genuß von Tee kann mit dem heutigen Kaffeekonsum verglichen werden. Zwar wurden nur wenige Pennys erhoben, doch es ging den Kolonisten ums Prinzip, welches mit dem Motto "Keine Besteuerung ohne Repräsentation" (No Taxation without Representation) zum Ausdruck gebracht wurde. Die Zoll und Steuerzahlungen an die britischen Krone wurden als rechtswidrig angesehen, da ihre Stimme nicht vor Ort im britischen Parlament repräsentiert wurden. Der Brennpunkt der Proteste verlagerte sich in die Hafenstadt Boston, Massachussetts. Die nördliche Stadt an der Ostküste zählte zu den bedeutendsten Verkehrs- und Handelsstädten der Kolonien, in welcher tagtäglich Schiffsladungen von Tee ankamen.

✮ 1770: BOSTON MASSAKER ✮

 "Oh unglückliches Boston - Siehst deine Söhne in Trauer klagen!

Dein heiliger Aufmarsch, beschmiert mit unschuldigem Blut. Während der glaubenslose P&mdash (Preston) und seine wilde Bande, wie Barbaren grinsend über ihre Beute, die blutrünstigen Hände zum Massaker erstrecken. Bewilligt wurde dieses Blutbad - Genossen diese Tat"

 ⋆P A U L  R E V E R E⋆

Hartwell, Alonzo. Boston Massacre. American Magazine, 1835. PD-Art-prior1923-USA
Hartwell, Alonzo. Boston Massacre. American Magazine, 1835. PD-Art-prior1923-USA

Das Boston Massaker gehört zu einer Reihe von Ereignissen, welches in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führte. Um die Erfüllung der Townshend-Zölle zu garantieren und um weitere Proteste einzudämmen, ließ Großbritannien Soldaten  in Boston stationieren. Die Beziehungen zwischen den Kolonien und ihrem Mutterland wurde auf eine harte Probe gestellt und eskalierte am 5. März 1770 im Boston Massaker, in welchem fünf Kolonisten erschossen wurden.  Die fünf Kolonisten waren der Afroamerikaner Crispus Attucks, der als erster gefallener Patriot der amerikanischen Revolution neben den Patrioten Samuel Gray, James Caldwell, Samuel Maverick und Patrick Carr ihren Platz in der Geschichte finden.  Trotz des blutigen Massakers fällt das Ereignis noch nicht direkt in den amerikanischen Revolutionskrieg, dreht aber das Rad weiter in die Unabhängigkeit.

 

Der Silberschmied Paul Revere, der selbst ein Mitglied der Söhne der Freiheit war, gravierte das Beobachtete in ein Bild, welches von der Boston Gazette gedruckt wurde. Der neue Postgeneral der britischen Kolonien war Benjamin Franklin. Auch er gehörte zur jener elitären Schicht, welcher mit den Söhnen der Freiheit heimlich sympathisierte.  Sein aufgebautes Kommunikationsnetzwerk entsprach in Einbezug der damaligen Zeit einem Meisterwerk. Nachtreiter sorgten dafür, dass sich die Nachricht des Boston Massakers innerhalb weniger Tage in alle dreizen Kolonien verbreitete, noch ehe die Nachricht in London eintreffen konnte. Dies verhinderte eine britische Strategie zur Eindämmung weiterer Ausschreitungen.

 

Dies lag dem Umstand geschuldet, dass der einzig mögliche Weg der Nachrichtenübermittlung der Seeverkehr war. Das Massaker schürte nicht nur eine starke Antipathie gegenüber der britischen Militärpräsenz, sondern führte auch zu einer gesellschaftlichen Spaltung in Loyalisten und Patrioten. Letztere errichteten Gremien der Korrespondenz, welche untereinander in Kontakt standen und ab 1773 als Schattenregierung über koloniale Belange berieten.

 

✮ 1773: BOSTON TEA PARTY ✮

Die Frage der Teesteuer war auch im Jahr 1773 noch nicht gelöst und sorgte immer wieder für eine ablehnende Haltung gegenüber Großbritannien. Die Stiummung entlud sich in der Nach zum 17. Dezember 1773. Verkleidet als Indianer, stürmten die Söhne der Freiheit drei Teeschiffe der East India Tea Company und wurfen die Teeladungen kurzerhand in den Hafen von Boston. Der britische König demonstrierte auf diesen Vorfall seine Macht und führte eine Reihe von Gesetzen ein, um  "abtrünnigen Kolonisten" zur Zucht und Ordnung zu zwingen. Boston, Massachussetts wurde nicht nur vom Rest der Kolonien wirtschaftlich isoliert, sondern auch politisch entmündigt. Die sogenannten Intolerierbaren Gesetze (Intolerable Acts), wie sie von den Kolonisten genannt wurden (Der offizielle britische Name lautete "Coercive Acts") und die heftige Antwort auf die Boston Tea Party, war das letzte Schlüsselereignis, welches das Feuer der Revolution entflammen lies.

Coercive Acts

(Intolerierbare Gesetze)

 

I. Boston Port Act

Der Hafen von Boston wurde geschlossen

 

II. Massachusetts Government Act:

Die Gründungsurkunde der Kolonie wurde widerrufen.

Versammlungen wurden verboten.

 

III. Impartial Administration of Justice Act:

Die britischen Kolonialbeamten der Justiz wurden in Massachussetts suspentiert.

 

IV. Quatering Act:

Zivilbewohner mussten Zimmer für britische Soldaten zur Verfügung stellen.

 

V. Quebec Act
Politische Neuordnung von königlichen Territorien


Nicht nur in Massachussetts stießen die Gesetze auf massiven Widerstand, sondern in allen dreizehn Kolonien. Die amerikanische Revolution setzte in den Köpfen der Menschen ein. Der Waffengang erfolgte gut ein Jahr später. Die Gremien der Korrespondenz erlebte ihre Blütezeit.

✮ ERSTER KONTINENTALKONGRESS ✮

Der erste Kontinentalkongress tagte vom 5. September bis zum 26. Oktober 1774 in Philadelphia. 55 Delegierte thematisierten den Wunsch nach amerikanischer Unabhängigkeit. Unter den Delegierten gab es zwei Lager: Die radikalen Patrioten forderten einen Unabhängigkeitskrieg während die gemäßigten Delegierten eine Versöhnung mit dem Mutterland Großbritannien anstrebten.

Der erste Kontinentalkongress brachte eine Grundsatzerklärung zu Papier mit dem Namen Declaration of Colonial Rights and Grievances (Die Rechte der Kolonisten).

✮ THOMAS PAINE ✮

Mit seinem Pamphlet "Common Sense", (Gesunder Menschenverstand) argumentierte Thomas Paine, weshalb eine Trennung des Mutterlandes notwendig sei. Neben den hervorgehobenen unterschiedlichen Wertevorstellungen der Kolonisten benutzte Paine zahlreiche Metaphern:  Eine amerikanische Unabhängigkeit folge laut Paine einer naturgegebenen Ordnung. Die Kolonien seien nun erwachsen geworden und nicht mehr von der Mutter abhängig. Demzufolge kann man einen Erwachsenen nicht mehr züchtigen. Paine griff Gedankengut des britischen Aufklärers John Locke in seine Argumentationen auf. Common Sense wurde innerhalb weniger Monate nach Veröffentlichung zu einem Bestseller. Nicht nur innerhalb den Kolonien, sondern auch in Europa.

✮ PATRICK HENRY ✮

PD-Art-prior1923-USA
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Ein weiterer Son of Liberty war Patrick Henry. Er galt als hervorragender Redner, welcher die politische Theorie vertrat, dass ein jeder Mensch mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sei. Am 23. März 1775 hielt Patrick Henry in der St. John´s Episcopal Kirche in Virginia (Virginia Convention) eine Rede, welche er mit den berühmten Worten: Gebt mir die Freiheit oder gebt mir den Tod beendete um zu verdeutlichen, dass die Kolonisten das Recht auf Selbstbestimmung haben. Mit George Washington und Thomas Jefferson nahmen gleich zwei künftige Präsidenten an der Versammlung in Virginia teil und lauschten Henrys Worte.

✮ REVOLUTIONSKRIEG ✮

Paul Revere. PD-Art-prior1923-USA
Paul Revere. PD-Art-prior1923-USA

Bereits seit Monaten vor Ausbruch des Revolutionskrieges bereiteten sich die Kolonisten mit Zustimmung des Kontinentalkongresses auf verteidigende Maßnahmen im Falle einer britischen Militäroperation vor. Als der britische General Thomas Gage davon Wind bekam, dass Kolonisten Waffen und Munition in den Ortschaften Concord und Lexington lagerten, entschied er sich militärisch einzugreifen. In der Nacht zum 18. April 1775 zog Thomas Gage 1000 Mann von Boston ab. Der General hoffte darauf, dass sich die Kolonisten in Concord und Lexington von seinem Überraschungsbesuch abschrecken lassen würden und der Waffeneinzug unblutig von statten gehen würde. Was Gage nicht wusste war, dass die Patrioten bereits ein komplexes Überwachungs- und Kommunikationssystem errichtet hatten. Der Silberschmied und Son of Liberty Paul Revere sollte als d e r Patriot in die Geschichte eingehen, als er in der selben Nacht nach Concord und Lexington seinen berühmt gewordenen Mitternachtsritt antrat, um die Kolonisten vor der Ankunft der britischen Truppen zu warnen. Als Gage am nächsten Tag in Lexington eintraf fand er bereits bewaffnete Milizien vor. Wer den ersten Schuß abgegeben hat ist unbekannt. Die Nachricht des Schußwechsels verbreitete sich allerdings rasch in den Kolonien, sodass sich mehr und mehr Milizien der bewaffneten Rebellion anschlossen und somit den amerikanischen Revolutionskrieg starteten.

 

Bereits drei Wochen später trafen sich Delegierte zum Zweiten Kontinentalkongress um über die veränderte politische Lage zu tagen. Die Delegierten, wenngleich sich auch einige unter ihnen der Stimme enthielten, beschlossen Massachussetts in diesem Konflikt zu unterstützen. Der Zweite Kontinentalkongress erklärt die Unabhängigkeit der USA und legitimiert somit den weiteren Kriegsverlauf. Bis zur offiziellen Unabhängigkeitserklärung war die erste Phase des Revolutionskriegs davon geprägt, dass Großbritannien Indianer und Sklaven rekrutierte, Häfen der Kolonien schloss und wichtige Wege der Infrastruktur blockierte um die Kontrolle aufrechtzuerhalten.

National Archives. The Declaration of Independence. PD-Art-prior1923-USA
National Archives. The Declaration of Independence. PD-Art-prior1923-USA

"Wir halten die Wahrheit für selbstverständlich, dass alle Menschen gleichgeschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unabdingbaren Rechten ausgestattet wurden. Zu diesen Rechten zählt das Recht auf Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück"

 

Am 4. Juli 1776 unterschrieb der Kontinentalkongress die Unabhängigkeitserklärung, welche fortan die neue Nation legitimierte  und somit ebenso den Revolutionskrieg.

Geschrieben wurde die Unabhängigkeitserklärung von Thomas Jefferson, welcher im weiteren Verlauf der Geschichte dritter Präsident der Vereinigten Staaten wurde.

Der amerikanische Unabhänigkeitskrieg begann am 19. April 1775 mit der Schlacht von Lexington und Concord, wo britische Truppen auf amerikanische Patrioten trafen. 1775 wurde eine Kontinentalarmee unter Führung von General George Washington aufgestellt. Diese wurde 1778 durch den preußischen Generalinspekteur Friedrich Wilhelm von Steuben unterstützt. Die Schlacht von Bunker Hill im Juni 1775 war zwar kein militärischer Sieg für amerikanische Soldaten doch wurden britische Truppen erheblich geschwächt, sodass Bunker Hill einen Motivationsfaktor für den weiteren Kriegsverlauf darstellte. Ebenso die Siege von Trenton und Princeton. Amerikanische Versuche den Unabhängigkeitskrieg nach Kanada auszuweiten um britische Truppen zu schwächen, scheiterten durch die Niederlage in der Schlacht bei Quebec am 31. Dezember 1775 und durch die Einnahme von Fort Ticonderoga am 5. Juli 1777. Glaubte man in London während der ersten Kriegsphase noch Herr über die Lage zu werden, indem man neben dem Landkrieg auch Seeblockaden errichtete um einzelne Militäroperationen durchführte, änderte sich diese Einschätzung ab August des Jahres 1777 mit den amerikanischen Erfolgen in den Schlachten von Saratoga (16.August - 7. Oktober 1777), welche als Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg angesehen werden.  Dieser Sieg brachte Frankreich dazu sich mit den Vereinigten Staaten zu verbünden. Die Continental Armee wurde ab Juli 1778 von einer französischen Armee unter Führung von Rochambeau verstärkt. Der Brennpunkt Massachusetts sollte vom Rest der Kolonien mit Hilfe von angeworbenen deutschen Soldaten, genannt "the Hesse" (wenn auch nicht alle deutschen Soldaten aus Hessen stammten) isoliert werden. Die Kontinentalarmee hingegen versprach schwarzen Sklaven ihre Freiheit, insofern diese den Kampf für die Unabhängigkeit unterstützten.

 

Die britischen Truppen unter dem Kommando von General Cornwallis kapitulieren am 19. Oktober 1781 bei Yorktown. Diese Niederlage trägt maßgeblich zum Sieg der USA bei.

Am 3. September 1983 wurde im Frieden von Paris der Krieg zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten gezeichnet. Die USA gingen sieghaft als demokratische Nation aus diesem Krieg hervor.

TEXT:

us-room.de

Boyer, Paul, et al. The Enduring Vision: A History of the American People. 7th ed. Boston: Wadsworth, 2009.

Greene, Jack. The American revolution - its character and limits .New York: New York Univ. Pr., 1987.

Hamby, Alonzo. Outline of U.S. History. Ohio: Bureau of International Information Programs / Department of State, 2005.

 

Schweikart et al. The Patriot's History Reader. Essential Documents for every American. New York: Sentinel, 2011.