PD-US: The XIII Colonies
PD-US: The XIII Colonies

An der nordamerikanischen Ostküste entstanden 13 Kolonien unter der Hoheit der britischen Krone. Jede Kolonie hatte einen aus Großbritannien eingesetzten Gouverneur. Um die Besiedelung voranzutreiben wurden den Kolonisten betrachtliche Selbstbestimmungsrechte zugestanden.

 

Nicht immer fand die Ausreise in die Kolonien freiwillig statt. Während viele Siedler vor der religiösen Unterdrückung und Verfolgung in Europa flüchteten, wurden gerade Bettler, Kriminelle und Prostituierte unter Zwang umgesiedelt.

 

Die Kolonien lassen sich aufgrund von geographischen, klimatischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in die New England Colonies, den Middle Colonies sowie in die Southern Colonies gliedern.

Zu den Neu-England Kolonien zählten New Hampshire, die Massachusetts Bay Colony, Rhode Island sowie Connecticut.

 

Diese Kolonien lebten vor allem vom Fischfang und dem Handel mit Holz. Aufgrund des steinigen und unfruchtbaren Bodens war eine Landwirtschaft nur im begrenzten Maße möglich, sodass agrarwirtschaftliche Produkte von den mittleren und südlichen Kolonien importiert werden mussten. Die oft langen und kalten Winter in dieser Region erschwerten zusätzlich das Leben in den Neu England Kolonien.

 

New Hampshire wurde 1638 von Captain John Mason und John Wheelwight gegründet und nach dem englischen Landkreis Hampshire benannt, in welchen John Mason aufwuchs.

 

Massachusetts wurde 1630 von John Winthrop und anderen Puritanern gegründet. Der Name findet seinen Ursprung in der Sprache eines Indianerstammes und bedeutet "am großen Berg".

 

Rhode Island wurde 1636 durch Roger Williams gegründet. Williams lebte ursprünglich in Massachusetts und wurde gezwungen die Kolonie aufgrund von Streitigkeiten zu verlassen. Er setzte sich für religiöse und politische Freiheit ein, sodass sich die Kolonie auch für Quäker und Juden öffnen konnte.

 

Connecticut wurde 1636 vom Abenteurer Thomas Hooker und anderen Kolonisten gegründet. Benannt ist diese Kolonie durch einen Ausdruck, welcher seinen Ursprung in einem Indianerstamm findet. Connecticut heißt übersetzt so viel wie "Fluss, dessen Wasser vom Winde angetrieben wird".

Zu den mittleren (oder zentralen) Kolonien zählten Pennsylvania, Delaware, New York und New Jersey. Die Besiedelung der mittleren Kolonien wurde nicht durch eine einzige religiöse Gruppe vorangetrieben, sondern von Quäkern, Katholiken, Lutheranern und Juden.

 

Die Böden der mittleren Kolonien waren sehr fruchtbar, sodass diese Kolonien den Spitznamen "die Brotkorb Kolonien" erhielten. Ein wichtiger Rohstoff war das Eisenerz, welches den Kolonien zum wirtschaftlichen Aufschwung verhalf. Die warmen Sommer und milden Winter der mittleren Kolonien verhalfen dem Bevölkerungswachstum.

 

Pennsylvania wurde 1681 von William Penn gegründet, der auch Namensgeber der Kolonie war.

 

Delaware wurde 1638 von Peter Minuit und der Sweden Company gegründet. Der Name der Kolonie geht auf Sir Thomas West ( Lord de la Warr) zurück.

 

New York wurde 1626 von Duke of York, dem Bruder von King Charles II von England,  auf der Manhatten Insel gegündet. Dieser war auch Namensgeber der Kolonie.

 

New Jersey wurde 1664 von Lord Berkeley und Sir George gegründet. Benannt wurde die Kolonie nach der Insel Jersey, welche sich im Ärmelkanal befindet.

Zu den südlichen Kolonien gehörten  Maryland, Virginia, North Carolina, South Carolina und Georgia. Besiedelt wurden die Kolonien vor allem von den Anglikanern und Baptisten.

Wichtige Erzeugnisse waren u.a. Bauholz, Baumwolle, Reis und Tabak. 

 

Die meisten Sklaven lebten in den südlichen Kolonien, wo sie auf Plantagen arbeiteten.

 

Maryland wurde 1633 von George Calvert und Lord Baltimore gegründet und galt aufgrund der Religionsfreiheit als Eldorado der Religionen. Zwar war die Kolonie ursprünglich eine katholische Gründung, doch ermöglichte das 1649 verabschiedete Gesetz zur religiösen Freiheit das Zusammenleben unterschiedlicher Gruppen. Der Name der Kolonie geht auf den englischen König Charles I zurück, der seiner Frau Queen Henrietta Maria eine besondere Ehre erweisen wollte.

 

Virginia wurde 1607 vom Seefahrer und Abenteurer John Smith in Jamestown gegründet. Der Name der Kolonie geht auf den Beinamen von Queen Elizabeth I, der jungfräulichen Königin (the Virgin Queen) zurück.

 

North Carolina und South Carolina gingen im Jahr 1729 aus der im Jahr 1633 gegründeten  Kolonie Carolinas hervor.

 

Georgia wurde 1732 von James Oglethorpe gegründet und nach dem englischen König George II benannt.